Bild

Im März 2013 verwies Pfarrer Backhaus in einer Versammlung, in der über die Gründung der Mädchenschule in Kalembe diskutiert wurde, auf die Folgekosten, die durch die Anschaffung des Unterrichtsmaterials, die Bezahlung der Lehrer und manches mehr entstehen. Angeregt wurde, in der Pfarrgemeinde St. Petronilla einen Förderverein „Mädchenschule in Kalembe“ zu gründen. Mitgliedsbeiträge, die dieser zur Verfügung stellen könne, würden eine große Hilfe sein. Am 22. Oktober 2015 kam es zur Gründung des „Fördervereins Mädchenschule St. Petronilla in Kalembe“. 30 Personen waren gekommen, weitere hatten ihre Mitgliedschaft angekündigt, konnten jedoch nicht kommen.

Bild

Zur 1. Vorsitzenden wählten die Versammlungsteilnehmer Maria Göcke, zur Stellvertreterin Ingrid Hermes. Das Amt des sicherlich arbeitsaufwändigsten Postens, des Kassierers, übernahm Albrecht Jungnitz, das der Schriftführerin Ruth Kemper. Beisitzer bzw. Beisitzerinnen wurden Bernadette Storm, Albert Janning und Hedwig Schröder. Derzeitiger Schriftführer ist Matthias Flothmann. Der Jahresbeitrag beträgt 24 Euro.. Der Förderverein wurde in das Vereinsregister beim Amtsgericht Steinfurt eingetragen. Die Anerkennung der Gemeinnützigkeit durch das Finanzamt erfolgte. Die Generalstaatsanwaltschaft in Düsseldorf hat den Förderverein Mädchenschule St. Petronilla in Kalembe in die Liste der Empfänger von Geldauflagen aufgenommen. Die umliegenden Gerichte wurden entsprechend informiert. Spendenbescheinigungen für steuerliche Angelegenheiten dürfen ausgestellt werden. Die Mitglieder des Fördervereins zahlen ihren Beitrag zur Unterstützung der laufenden Kosten, also des Unterrichtes, heißt für Lehrergehälter, Lehr- und Lernmaterial, auch Hilfe für Mädchen, deren Eltern zu arm sind, das zu zahlende Schulgeld aufzubringen. Ein Lehrer erhält monatlich 100 – 150 amerikanische Dollar, etwa 130 Euro. Unterrichtet werden vier Fächer: Französisch (Landessprache), Mathematik, Geschichte und Geografie. Die Schulzeit beläuft sich für die Grundschule auf sechs Jahre, wobei die Grundschule dort nicht mit der Grundschule in Deutschland verglichen werden kann. In Kalembe gilt das belgische Schulsystem. Der Grundschule ist eine Hauswirtschaftsschule für ältere Mädchen angegliedert. Unterrichtet wird in den Fächern Hygiene und Haushaltsführung. Dazu gehört auch die Fertigkeit des Nähens. Die Mädchen fertigten im vergangenen Jahr mit ihren Handkurbel-Maschinen 100 sehr schöne Einkaufstaschen, die in Wettringen erfolgreich verkauft werden konnten. Nähen also Hilfe zur Selbsthilfe. Durch die Einnahmen und einige Spenden konnten weitere Nähmaschinen, jetzt mit Tretbrett, angeschafft werden. Aufgrund eines Aufrufes durch den Förderverein wurden 59 Schneiderscheren gespendet, die sich auf dem Weg zur Mädchenschule befinden. Erwerben kann man kleine Schulmodelle zum Preis von 50 Euro. Nachfragen bei Maria Göcke bzw. Hedwig Schröder. Ihre Schulkleidung, die im Kongo üblich ist, haben die jungen Frauen selber genäht, auch für andere jüngere Mitschülerinnen. Die Mitgliederzahl des Förderverins belief sich im Februar auf 124. Es gehen erfreulich viele und auch beachtliche große Spenden ein. Hervorgehoben sei die Spendenaktion der Biomolkerei Söbbeke in Gronau. Wer für die Mädchenschule eine Spende geben möchte, kann das über Konto DE 06 4035 1060 0073 7365 30 bei der Kreissparkasse Steinfurt. Die satzungsmäßige Verwendung der Gelder ist auf Heller und Pfennig nachzuweisen. Die Rechnungslegung wird jährlich durch das Finanzamt Steinfurt überprüft. Das Gelände des Schuldorfes umfasst ca. 40 Morgen. Vorgesehen ist später die Anlegung eines Schul-Lehrgartens. Eigentümer ist die Gemeinde Kalembe.