Es war die Kolpingversammlung im November 2011, in der Pfarrer Désiré vielen Kolpingmitgliedern und weiteren Interessenten über seine Heimat berichtete. Er ging auch auf die Situation der Mädchen ein, die keine Chance hätten, eine Schule zu besuchen. In der anschließenden Diskussion schlug dann die Geburtsstunde der Idee, in Kalembe eine Mädchenschule zu errichten und das durch Spendensammlungen zu ermöglichen. Bild
Hinsichtlich der Ausbildung waren und sind die Mädchen benachteiligt, reich sind sie aber in einem Alter von 13 -17 Jahren an Kindern.Pfarrer Désiré: „Ihre einzige Erziehung läuft darauf hinaus, sie auf das Dasein als Mutter und Hausfrau vorzubereiten.” Es blieb nicht bei leeren Worten, die Kolpingfamilie und zwischenzeitlich so manch anderer Verein, so manche Privatperson spendeten. Schon bald konnten die Bauarbeiten in Angriff genommen werden, denn es standen 40 000 Euro zur Verfügung. Benötigt werden endgültig etwa 120 000 Euro. Spenden für die bauliche Erstellung können auf das Konto der Kirchengemeinde eingezahlt werden. Verwaltet werden die Spendengelder von Antonius Dankbar. Hedwig Schröder, Planerin des Schuldorfes, beschreibt das Schuldorf so: „Zum Schuldorf gehören neben den sechs Klassenräumen eine Aula, eine Küche mit Speiseterrasse, ein Nähraum, WC und Duschen, eine kleine Bibliothek, Computerraum sowie ein großer Lehrgarten, der zur Selbstverpflegung beitragen soll.“ Zusätzlich ist geplant, die Mütter zu alphabetisieren und ihnen eine Anlaufstelle zu bieten.“ In 2015 berichtete Pfarrer Désiré, , das drei Gebäude mit jeweils zwei Klassenräumen von 8 x 9 m fertiggestellt worden seien. Im Rohbau befänden sich die Toiletten- und das Bürogebäude. Hedwig Schröder machte darauf aufmerksam, dass die Bevölkerung in Kalembe nicht nur eine nehmende sei. Sie bewirke auch vieles durch Eigenleistungen. 100 000 Ziegelsteine seien hergestellt worden und man beteilige sich an den Aufbauarbeiten der Gebäude. Dass das alles eine hahnebüchende Arbeit ist, bewies Pfarrer Desiré anhand vieler Fotos. Alles muss in Handarbeit erledigt werden, denn Stromanschlüsse für irgendwelche Maschinen gibt es nicht. Heißt: Aus einem in der Nähe befindlichen Steinbruch wurden und werden die Fundamentsteine per Karre oder auf der Schulter zur Baustelle gebracht. Die Backsteine müssen gebrannt werden. Sie werden nicht aus Ton hergestellt, sondern aus dem Material der Termitenbauten. Diese werden bis auf drei Meter Bodentiefe „abgebaut“. „Durch den Speichel dieser Tiere erhalten die Steine eine besondere Härte und sind besser als die, die aus Lehm oder Ton gebrannt werden, Mittlerweile sind drei Klassenräume und die Toiletten fertig, der Unterricht wurde aufgenommen. Die Inneneinrichtung – Tisch- Bänke . stellten Dorfbewohner selber her. Über weitere Spenden für die bauliche Realisierung der Mädchenschule würde man sich freuen.