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Es gibt Neuigkeiten: Das Wasser fließt! Auch dank der Molkerei Söbbeke, die einen großen Beitrag geleistet haben. Doch der Reihe nach.

Die Freude im Förderverein „Mädchenschule St. Petronilla in Kalembe“ war groß, als die Bio-Molkerei Söbbeke aus Gronau mitteilte, dass sie den Bau eines Brunnens für die Mädchenschule unterstützen werde.
Am 31. Januar 2018 wurde der Vertrag zum Brunnenbau mit der Bohr-Genossenschaft Chem-Chem/Cite des Jeunes aus Lubumbashi, vertreten durch den Ingenieur Michel Kabila Mwamba, und der Entwicklungsvereinigung Maranatha, vertreten durch Pfarrer Désiré, Vorsitzender der Vereinigung, geschlossen.
In den Wochen vorher hatte der Ingenieur Michel Kabila Bodenuntersuchungen vorgenommen mit dem Ergebnis, dass dieser für den Brunnenbau gut geeignet sei und sowohl für die Regen- als auch die Trockenzeit gesundes, trinkbares Wasser liefern werde.
Die Firma verpflichtete sich, in Kalembe, etwa 480 Kilometer von Lubumbashi entfernt, auf dem Schulgelände der St. Petronilla-Schule einen Brunnen zu bauen.
Fertiggestellt werden sollte er bis Ende Juni 2018. Da die Regenzeit in diesem Jahr sehr lange dauerte, konnte man sich erst im Juli mit den notwendigen Materialien auf den Weg machen.
Eine Fahrt mit dem Laster von Lubumbashi nach Kalembe dauert mindestens 5 – 6 Tage. Nur 160 Kilometer von den 480 sind ausgebaut.
Der restliche Weg ist eine Art Knüppeldamm. Und dann passierte es, dass ein Laster kurz vor Kalembe umkippte und der Bau des Brunnens sich noch einmal verschob.
In Afrika ist in einem solchen Fall Geduld vonnöten, denn es dauert lange, ehe man Hilfe zur Behebung des Schadens erwarten kann.
Nachdem man dann mit den Bohrarbeiten schließlich beginnen konnte, musste bis auf eine Tiefe von 60 m – das entspricht in etwa der Höhe des Wettringer Kirchturms – gebohrt werden, bevor man auf trinkbares Grundwasser stieß.
Der Brunnen wird mittels einer Solaranlage betrieben. Das Wasser wird in einen 5 000 Liter fassenden Behälter gepumpt, der die Wirkung eines Wasserturmes, wie man ihn im hiesigen Bereich früher kannte, hat.
Das Wasser ist für den Schulbetrieb bestimmt (Trinkwasser, Zubereitung von Speisen.) Der Förderverein und alle Beteiligten sind froh, dass das Brunnenbauprojekt erfolgreich abgeschlossen werden konnte.
Weiterhin gibt es noch vieles zu tun, Man möchte z.B. einen Garten anlegen zur Gewinnung von Gemüse für die Selbstverpflegung.
Momentan bauen die Einheimischen noch an der Fertigstellung des Gebäudes für die Küche und deren Einrichtung.

Wer eine Spende geben möchte, kann sie auf das Konto des Fördervereins bei der Kreissparkasse Steinfurt. Kontonummer: DE06 4035 1060 0073 7365 30

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Sauberes, laufendes Trinkwasser: ein Grundrecht.

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Der 5 000 Liter fassende Wasserturm.

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Fertigstellung der Solaranlage zur Energiegewinnung auf dem Dach eines Schulgebäudes. Sie soll noch vergrößert werden für den Betrieb der Küche.