„Kino für Frauen“ in Wettringen – diese Idee aus dem Kreis des Fördervereins Mädchenschule St. Petrtonilla in Kalembe fand 2017 bereits erstaunlichen Zuspruch. Viele Besucherinnen wünschten sich eine Wiederholung. Dem folgte der Förderverein gerne.

Am 16. November luden wir dazu in die Bürgerhalle ein. Gezeigt wurde der Film „Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen“. Er spielt in den USA der sechziger Jahre. Der Film beruht auf Tatsachen. Er erzählt von drei afroamerikanischen Mathematikerinnen, die maßgeblich am Mercury- und am Apolle-Programm der NASA beteiligt waren, ohne für ihre Leistungen Anerkennung zu erfahren. Der Wettlauf um die erste Rakete im All hat in den 50er und 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts die Supermächte USA und Sowjetunion schwer beschäftigt. Die NASA setzte in den 40er Jahren eine Gruppe von Afroamerikanerinnen ein, die die notwendigen Rechenleistungen erbringen sollten, die einen solchen Ausflug überhaupt ermöglichen. Da der Zweite Weltkrieg die potenziell geeigneten Männer stark dezimierte hatte, kam eine gebildete Gruppe von Frauen zum Zuge.

Die Astronauten der Missionen sind den meisten wohlbekannt und fast jeder hat schon mal von John Glenn, Alan Shepard und Neil Armstrong gehört. Der weibliche Think Tank hinter diesen historischen Leistungen ist demgegenüber weitgehend unbekannt. Der Film geht diesen Frauen und ihren Verdiensten auf den Grund. Katherine Johnson, Mary Jackson und Dorothy Vaughn sind die Supergehirne im Verborgenen, die dem US-Raumfahrer John Glenn seinen Ausflug ins All und vor allem auch seine Rückkehr ermöglicht haben - ihnen ist es zu verdanken, dass Glenns Mission sicher und erfolgreich verlief.

Maria Göcke, Vorsitzende des Fördervereins, hieß die Frauen herzlich willkommen. Wie bekannt sei, werde kein Eintritt erhoben, informierte sie, aber „wir sind über eine Spende sehr erfreut. Wir erbitten sie für unsere Mädchenschule St. Petronilla in Kalembe. Fünf Euro sind gut, aber es darf auch etwas mehr sein“. Ein besonderes Dankeswort richtete sie an Ralf und Almut Bauersachs. Sie hätten den Film ausgewählt und die Aufführung organisiert.

Nach dem Film hörte man von den Besucherinnen nur lobende Worte. Die Aktion „Kino für Frauen“ könne man nur begrüßen und hoffen, dass sie in Zukunft fortgesetzt werde. Es kam auch eine interessante Anregung: „Startet doch auch eine Aktion „Kino für Kinder“!“ Man wird sich im Förderverein darüber Gedanken machen.

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