Seit 2014 unterstützen zahlreiche Spender und die kath. Kirchengemeinde St. Petronilla in Wettringen den Bau und den Unterhalt einer Schule im Süden des Kongos.
Die Idee enstand durch Pfarrer Desiré, der aus dem Kongo stammt und dort als Priester tätig ist. 2011 und 2011 war er in der kath. Pfarrgemeinde in Wettringen tätig und fand dort Unterstützung für seine Idee, in seinem Heimatdorf eine Schule – insbesondere für Mädchen - zu bauen.

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Dr. Desiré Lenge Mukwenye, seit 2 Jahren als Generalvikar im Bistum Kilwa-Kassenga / Kongo tätig, war Ende Juni zusammen mit seinem Schwager Pierre, einem Universitätsprofessor, in Kalembe, um dort die Mädchenschule zu besuchen.
Erstmals konnte Desiré

diese Reise (rd. 450 km) zu der von ihm gegründeten Mädchenschule in seiner Heimat mit dem Auto antreten. Die Fahrt dorthin dauert aufgrund der kaum ausgebauten Straßen gut acht Stunden. In der Vergangenheit musste er dorthin mit dem Motorrad reisen und benötigte für einen Weg drei Tage.
Im PKW konnte er wichtige Materialien zur Schule transportieren. Vor einigen Monaten hatte der Förderverein 15 neue Solarlampen gekauft und in den Kongo verschickt. Außer den Solarleuchten hatte der Vorstand des Fördervereins in Wettringen darum gebeten, größere Mengen an Seifen, Stoffe für die Herstellung von Masken,
sowie Papier und Stifte für den Unterricht zur Schule zu transportieren. In den Städten im Kongo breitet sich zur Zeit das Corona-Virus aus, im ländlichen Bereich in Kalembe gibt es bisher keine Infizierten. Die Kinder an der Schule wurden angeleitet, sich regelmäßig mit Seife und Wasser aus dem vor einigen Jahren dort mit Spenden erbauten Brunnen zu waschen. Die jungen Frauen haben an den Nähmaschinen für alle Schüler und Lehrer Masken genäht, um sich vor der Ausbreitung des Virus schützen zu können.

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Masken werden genäht
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Die Solarleuchten - ein Geschenk an die Lehrer und Hilfskräfte in der Schule ermöglichen es auch in den Abendstunden Unterricht vorzubereiten und sich fortzubilden. Ein Stromnetz gibt es dort nicht. Es gibt nur wenige Generatoren, um Strom zu erzeugen. Auch ist dort kein Internet verfügbar. In einem Telefonat übermittelte Pfarrer Desiré den großen Dank der Beschenkten an die Spender aus Wettringen und Umgebung. Jeweils für drei Monate überweist der Förderverein 7.500 €, damit die 10 Lehrer/-innen und weiteren Hilfskräfte (Raumpflege, Küche) und das Lehrmaterial für mehr als 300 Kinder bezahlt werden können. An drei oder vier Tagen in der Woche erhalten die Kinder eine kostenlose Mahlzeit, für jeden Tag ist dies bis-her aus finanziellen Gründen noch nicht möglich.
2014 wurde das erste Schulgebäude für zwei Klassen gebaut, aus selbstgeformten und gebrannten Ziegeln. Viele aus der Dorfgemeinschaft bringen sich hier ein und helfen mit. Inzwischen wird das fünfte Gebäude, eine Aula mit Bibliothek, errichtet. Zur Zeit werden die Außenwände gemauert. Das Gebäude soll weitgehend bis Jahresende fertig gestellt und ab 2021 genutzt werden. Die Kosten der Erstellung des Gebäudes in Höhe von rd. 25.000 € werden teilweise von der Mijra-Sachs-Stifung übernommen, ansonsten durch Spenden des Fördervereins finanziert.

Bisher ist es nicht gelungen, von staatlichen Stellen im Kongo Geld für den Unter-halt der Schule zu erhalten. Die Schule wird vollständig aus den Spenden des För-dervereins in Wettringen finanziert. Die Mitgliedsbeiträge der rd. 170 Mitglieder rei-chen bei weitem nicht, um die notwendigen Mittel bereitstellen zu können. Deshalb ist der Förderverein auf Spenden angewiesen. Da der Verein als gemeinnütziger e.V. eingetragen wurde, wird auf Wunsch gerne eine Spendenbescheinigung aus-gestellt, die steuerlich abzugsfähig ist. IBAN des Fördervereins Mädchenschule Kalembe: DE064 0351 0600 0737 36530.
Besonders hilfreich ist eine Mitgliedschaft im Förderverein. Der Jahresbeitrag liegt bei 24 € (gerne auch mehr) und ermöglicht die aktive Teilnahme an der jährlichen Mitgliederversammlung.
Jeder kann sich gerne beim Vorsitzenden Engelbert Rauen per Mail : erauen@gmx.de oder telefonisch 02557-7077 melden.