Am vergangenen Sonntag hat Engelbert Rauen in allen Messen in St. Petronilla und St. Michale über das Projekt der Mädchenschule von Pfarrer Désiré in Kalembe berichtet:
Désirés Heimat liegt im Süden der Demokratischen Republik Kongo in einem sehr ländlich geprägten Bereich. Die Menschen wohnen in kleinen Dörfern in selbstgebauten Hütten, ohne Strom, ohne fließendes Wasser und in den meisten Fällen ohne geregeltes Einkommen. Sie leben von dem, was sie selbst anbauen oder erjagen können. Es gibt keine Infrastruktur und auch keine Schule. Die Mädchen bekommen oft schon mit 16 Jahren ihr erstes Kind und haben kaum eine Chance aus diesem Kreislauf der Armut auszubrechen.

Bereits 2014 konnte mit dem ersten Schulgebäude begonnen werden, alle im Dorf halfen mit, die Ziegel zu brennen und beim Bau mitzuhelfen. 2015 wurde der Förderverein hier in Wettringen gegründet unter Vorsitz von Maria Göcke, um den Unterhalt der Schule (Lohn für die Lehrer und Schulmaterialien) zu sorgen. Bis Mitte 2019 wurden ca. 100.000 € auf das Konto der Kirchengemeinde gespendet, um inzwischen 4 Schulgebäude zu erstellen. In drei Gebäuden werden inzwischen rd. 350 Kinder (auch Jungen) von 10 Lehrern unterrichtet. In den nächsten Wochen werden die Küche und der Speiseraum fertig gestellt. Die Kinder kommen aus der Umgebung von ca. 3 km. Die meisten kommen morgens nüchtern und natürlich alle zu Fuß zur Schule. Es ist geplant, den Kindern täglich eine warme Mahlzeit zu geben, aber die Kosten dafür sind noch nicht gedeckt.

Bild

Ohne das Essen müssen wir pro Jahr mindestens 20.000 – 25 000 € an Spenden dorthin überweisen, damit der Schulbetrieb stattfinden kann. Der Staat gibt keinerlei Zuschüsse. Unser Förderverein hat zur Zeit 160 Mitglieder, bei einem Jahresbeitrag von 24 € ergibt das eine Spendensumme von fast 4000 €. Nur durch zahlreiche zusätzliche Spenden ist es möglich, die laufenden Kosten zu decken. Zusätzlich wollen wir in diesem Jahr mit dem Bau der Aula und Bibliothek beginnen, dafür sind nach einer Kostenschätzung ca. 26.000 € erforderlich. Fast alle Eltern können kein Schulgeld bezahlen. Wenn die Spenden aus Wettringen pro Quartal nicht dorthin überwiesen werden, kann die Schule nicht weiter bestehen.

Bild
Bauarbeiten an der Aula

Die Schule vermittelt auch in Nähkursen den jungen Müttern die Möglichkeit, sich eigene Kleidung anzufertigen und die Grundlagen der Hygiene zu erlernen und anzuwenden. Die Schule ist zum Mittelpunkt der umliegenden Dörfer geworden, sie gibt jungen Menschen die Chance, durch Bildung den Kreislauf der Armut zu durchbrechen, einen Beruf zu erlernen und Geld zu verdienen.

Bild

Von Anfang an haben wir Hilfe zu Selbsthilfe geleistet: Alles was man dort selbst kann, müssen die Menschen dort auch tun. Durch unsere Spenden können Baumaterialien beschafft werden und auch die Schulmöbel werden selbst hergestellt.
Ich danke allen, die dieses Projekt bisher unterstützt haben und dies auch hoffentlich weiter tun werden. Jeder Euro, der für dieses Projekt gespendet wird, geht ohne jeden Abzug direkt dorthin.
Da wir unsere Arbeit im Vorstandehrenamtlich tun, können wir garantieren, dass jede Spende zu 100% den Kindern und jungen Menschen in Kalembe zugute kommt.
Wer das Projekt unterstützen möchte, kann dies gerne durch eine Spende auf das Konto „Mädchenschule Kalembe“, IBAN DE06 4035 1060 0073 7365 30 tun. Eine Spendenbescheinigung wird ausgestellt. Weitere Informationen bei Engelbert Rauen, Tel.: 7077 oder per Mail erauen@gmx.de

Bild

Foto: Das vor zwei Wochen in Kalembe erstellte Foto zeigt den fast fertigen Speiseraum, in dem die Kinder pro Tag eine Mahlzeit erhalten sollen.